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Das war der Jugendlandtag 2019: Abgeordnete erhalten prall gefüllte Hausaufgabenhefte von den Jugendlichen

Eineinhalb Tage intensiver Austausch liegen hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Jugendlandtags 2019. Zum insgesamt sechsten Mal debattierten sie untereinander und mit Abgeordneten über politische Fragestellungen. Den Abschluss des Jugendlandtags bildete die Überreichung prall gefüllter Hausaufgabenhefte an Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz (CDU) am Donnerstagmittag. Darin haben die Jugendlichen handschriftlich ihre Forderungen an die Politikerinnen und Politiker notiert. „Wir werden diese Themen mitnehmen“, versicherte die Landtagsvizepräsidentin und lobte die Jugendlichen für ihre Professionalität, mit der sie den Jugendlandtag angegangen seien: „Ihr seid erstklassige Botschafter der Demokratie.“

Für den Jugendlandtag am Mittwoch, 26. Juni, und Donnerstag, 27. Juni, sind 175 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg nach Stuttgart gereist – so viele wie noch nie bei einem Jugendlandtag. Einige von ihnen haben, wie insgesamt 1.500, an den 22 Regionalkonferenzen teilgenommen. „Ihr repräsentiert die Stimme der Jugend im Austausch mit den Abgeordneten und den Mitgliedern der Regierung“, sagte Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) in ihrer Begrüßungsrede am Mittwoch. Sie betonte: „Junge Menschen besitzen eine große Kraftquelle: Ideen und die Unerschrockenheit, das Unmögliche zu verlangen.“

In insgesamt neun verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen interessiert und engagiert mit Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung und Mobilität, andere Gruppen debattierten zu Bildung, Jugendbeteiligung und Ehrenamt oder zur Zukunft Europas und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Am Mittwochspätnachmittag stießen dann die Abgeordneten dazu. Die Jugendlichen erarbeiteten in engagierten Diskussionen ihre Kernforderungen. Die wichtigste war dabei die Absenkung des Wahlalters auf Landesebene. Der Workshop Mobilität war sich einig, dass die Politik ein Landesticket für Baden-Württemberg einführen solle, das nicht mehr als einen oder zwei Euro am Tag kostet. Die Jugendlichen, die sich mit Klimaschutz befassten, fordern eine Verschärfung der Regelungen für Massentierhaltung, sowie ein Verbot der Fleischwerbung und Schockbilder vergleichbar mit denen auf Zigarettenpackungen.

Bereits am Mittwochabend fand das sogenannte „Spitzen-Vesper“ statt, an dem sich Abgeordnete aller Fraktionen und Mitglieder der Regierung beteiligten. Höhepunkt des zweiten Tages war die jugendpolitische Debatte, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendlandtags live verfolgen durften.

„Wir haben einen tollen Jugendlandtag mit intensiven Diskussionen zwischen Jugendlichen und Landtagsabgeordneten erlebt“, fasste Reiner Baur, Vorsitzender des Landesjugendrings, seine Eindrücke zusammen. „Durch den Jugendlandtag wurde klar, dass die Jugendbeteiligung auf Landesebene konsequent ausgebaut werden muss. Das bedeutet zunächst, das Wahlalter auf allen Ebenen abzusenken. Das heißt für uns aber auch, dass Jugendliche durch den Jugendlandtag aktiv die Landespolitik mitgestalten können müssen. Daran werden wir mit dem Landtag weiter arbeiten.“

Der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. organisiert den Jugendlandtag gemeinsam mit dem Landtag von Baden-Württemberg, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Ring politscher Jugend Baden-Württemberg.

Hier erhaltet ihr einen Blick ins prall gefüllte Hausaufgabenheft.

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